Wenn man als Mann mal wieder eine Runde fremdschämen will: http://fatuglyorslutty.com. (Man muss des Englischen mächtig sein). Auf der Website geht’s um Äusserungen von Männern/Jugendlichen/Kindern/Personen mit gestörtem Selbstverständnis gegenüber Frauen. Wenn man eine Seite dieses Blogs durch hat, schämt man sich fast, ein Mann zu sein. Mir ist ja völlig unklar, was genau im Leben schief gehen muss, um am Ende solche geistigen Ergüsse von sich zu geben.
Fremdschämen
29. April 2012ÖPNV vs. Reparaturen
22. April 2012Bis ich in absehbarer Zeit über meinen Arbeitgeber ein neues Auto erhalte, fahre ich mit dem Smart meiner Mutter durch die Welt. Der hat allerdings gemerkt, dass er demnächst ersetzt werden soll – und da auch meine Mutter ihn nicht weiter nutzen möchte, isser beleidigt. Deshalb hat er sich jetzt mal die Batterie zerschossen.
Okay. Nach 10 Jahren darf eine Batterie kaputt gehen.
So ca. 5 Wochen bevor man ein neues Auto erhält, investiert man ja nun in der Regel nicht großartig in Ersatzteile oder Reparatur. So ‘ne Batterie kostet 70 Euro, wenn man dann noch den Sprit hinzurechnet. Da müsste es doch eigentlich sinnvoller sein, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Bushaltestelle liegt 5 Gehminuten von meiner Wohnung weg, man fährt 12 Minuten Bus und geht dann nochmal 2 Minuten bis zur Firma. Der zeitliche Faktor ist also überschaubar.
Wenn ich mit dem Auto in die Firma fahre, sind das zwar nur 3km Fahrstrecke – aber aufgrund des üblichen Verkehrsaufkommens brauche ich für die auch immer mal wieder 15 Minuten. Es können aber auch mal nur 5 sein. Dennoch: der zeitliche Faktor schmerzt wahrlich nicht.
Die Fahrt mit dem Bus kostet pro Fahrt 2,10€. Das macht pro Tag 4,20€. Man könnte das z.B. über ein 4er-Ticket auf 3,95€ pro Tag senken. Über einen Verbundpass könnte ich das noch weiter drücken, aber für den müsste ich erstmal den Pass beantragen, was zusätzliche Kosten verursacht (Passbild, etc.). Wenn wir von 5 Wochen ausgehen sind das 25 Arbeitstage. An 5 davon bin ich auf Dienstreise, bleiben 20. Von denen wiederum muss ich aber an 2 Tagen nach Stuttgart auf ein Seminar, was wiederum teurer wird (parken kann man dort kostenlos in der Hotelgarage. Also:
18 x 3,95€ = 71,10 €
2 x 6,65€ = 13,30 € (fahrt nach Stuttgart)
Die Dienstreise klammer ich aus, da ich dort per Bahn anreise und zwangsläufig mit der U-Bahn nach Stuttgart fahre. Insofern kostet mich also der öffentliche Nahverkehr 84,40 €.
Der Smart wiederum ist kein Verbrauchswunder. Er verbraucht im Schnitt 7,5l Super auf 100km. Kein Scherz! Die einfache Strecke zur Firma sind 3km, macht 6km / Tag. Die Fahrt nach Stuttgart sind einfach 15km, also 30 km /Tag. Den Spritpreis setze ich mal mit 1,70€ / Liter an (wir sind da ja nur noch knapp drunter).
Batterie = 70€
18 x 6km = 108km x 7,5l/100km = 8,1l x 1,70€/l = 13,77€
2 x 30km = 60km x 7,5l/100km = 4,5l x 1,70€/l = 7,65€
Das kostet mich dann in Summe 91,42€. Somit ist das Auto inklusive Reparatur in der Zeit ca. 7€ teurer. Dafür bin ich flexibler, hab’s leichter mit dem Einkaufen und wenn ich mich wie gestern mit jemandem in Stuttgart verabrede, kommen ja noch weitere Kosten dazu die ich jetzt außen vor gelassen habe. Weshalb ich 70€ in eine neue Batterie investiert habe.
Ich denke man könnte deutlich günstiger wegkommen, wenn man konsequent öffentlichen Nahverkehr nutzt. Mit einer Jahreskarte. Aber generell ist das hier in der Region viel zu teuer, insbesondere wenn man mal mit Berlin vergleicht, oder Bremen, oder selbst mit München.
Lästig
25. März 2012Avira Antivir gehört laut c’t zu den besseren Virenscannern, die man kostenlos erhalten kann. Womöglich ist die kostenpflichtige Version sogar noch ein Stückchen besser. Herausfinden werde ich es allerdings nicht, denn wenn eines sicher ist, dann die Tatsache dass ich im Leben kein Geld für eine Software von Avira ausgeben werde. Warum?
Regelmäßig belästigt mich das Programm mit Werbefenstern. Entweder als Pop-Up direkt beim Start des Systems, oder als Informationsfenster die auf den ersten Blick genauso aussehen wir die Warn- und Hinweisfenster des Programms. Man wird sie nur los, indem man sie aktiv “wegklickt”. Ich empfinde das als aufdringlich und störend. Avira wäre sicherlich die erste Wahl gewesen, wenn ich einen kostenpflichtigen Scanner angeschafft hätte. Aber so halt nicht. Ich mag nicht gedrängt / unter Druck gesetzt / genervt werden. Wer so handelt, schießt sich bei mir automatisch ins Aus, egal wie gut das Programm am Ende ist.
Ängste und so
20. Februar 2012In den kommenden Monaten naht eine Veränderung im privaten Umfeld. Veränderungen sind erstmal weder negativ noch positiv, sondern einfach mal “anders”. Verbunden damit sind aber oft Ängste und mit solchen sehe ich mich derzeit konfrontiert.
Die umfangreichen Arbeitszeiten und das spielen von SWTOR bieten da einiges an Ablenkung. Aber man entkommt sowas ja nicht. Mich verfolgt das dann im Schlaf. So häufen sich in letzter Zeit die Träume, in denen es sich just um diese Ängste dreht – an einige kann ich mich auch nach Tage später im Detail erinnern.
Die Veränderungen werden kommen und insofern muss man sich dem auch stellen. Letztlich zeigt dann die Zeit, wie man damit umgeht. Es macht keinen Sinn, sich jetzt über ungelegte Eier das Hirn zu zermartern. Auf der anderen Seite war ich schon immer so und von daher wird es wohl auch weiterhin lebhafte Träume geben über Dinge, die nüchtern betrachtet kein Drama sind – mir aber eben Angst machen.
Das mit dem “M” in MMORPG
12. Februar 2012MMORPG steht für Massive Multiplayer Online Role Playing Game. Der relevante Part daran ist “Massive”, aber vor allem “Multiplayer”.
Ich habe einige meiner Freunde im Rahmen von MMORPGs kennengelernt, sei das nun so was lustiges kleines wie Puzzlepiraten oder eben die “großen”, wie zum Beispiel Star Wars Galaxies oder World of Warcraft. Die Kontakte die sich dabei ergeben haben sind über Europa verteilt – und zum Teil sogar in den Vereinigten Staaten.
Ich habe noch mehr MMOs gespielt, aber dies sind die Titel, aus denen dauerhafte Kontakte entstanden sind. Auch in Star Wars The Old Republic habe ich nun schon spannende Bekanntschaften gemacht, aber der Weg zu einem bleibenden Kontakt ist noch weit.
Obwohl viele MMOs dahingehend gestaltet werden, dass man auch im Solo-Spiel viel erreichen kann, so ist der Fokus natürlich weiterhin das Zusammenspiel mit anderen Leuten. Wie sehr das motiviert habe ich ganz deutlich an WoW erfahren – über Jahre hinweg habe ich WoW primär gespielt, weil das Zusammenspiel mit den Freunden so viel Spaß gemacht hat. SWTOR spiele ich zur Zeit zusammen mit Menschen, die ich in WoW kennengelernt habe.
Ich war nun dieses Wochenende in Bremen – Freunde aus WoW besuchen. Resultat: ein gigantisches, erholsames Wochenende mit guten Freunden – und die Tatsache, dass ich wohl doch wieder WoW spielen werde. Also neben SWTOR. Einfach weil das gemeinsame Spielen mit diesen Freunden fehlt. Es wird noch einige Tage warten müssen, da ich erst noch WoW wieder installieren und einrichten muss und weil einfach so viele Dinge anstehen, die zu erledigen sind. Aber der Entschluss ist gefasst – und ich freue mich drauf!
Hello (SWTOR) Goodbye (WoW)
09. Februar 2012Die Macht hat mich wieder. Dunkle wie helle Seite. Seit Dezember bin ich mal mehr, mal weniger zufriedener Spieler von Star Wars – The Old Republic. In meinen Augen ist Bioware hier ein in vielen Bereichen normales, aber in manchen eben doch erfrischend anderes MMO gelungen.
Mal mehr…
Vieles an SWTOR macht mir sehr viel Spaß – allen voran die Geschichten, respektive: wie sie erzählt werden. Dass für mich die Story mittlerweile den größten Teil des Spielspaßes ausmacht, habe ich ja schon öfter erwähnt. Bioware überträgt vieles, was ihre Single Player-Rollenspiele – oder sagen wir, mit Blick auf Dragon Age 2 oder die Mass Effect Reihe, storyorientieren Action-Rollenspiele – ausmacht, in ein Multiplayer-Erlebnis. Das Spiel ist vollständig vertont (mit Vor- und Nachteilen, aber dazu später mehr). Neben den Geschichten auf den Planeten verfügt jede Klasse über eine eigene, in mehrere Kapitel aufgeteilte Geschichte, die sich über den ganzen Level-Bereich von Stufe 1 bis 50 zieht. Diese Geschichten sind toll erzählt – ich habe die meisten zumindest teilweise schon gesehen – und führen bei mir immer wieder zu einem “ich will sehen wie es weitergeht!”-Gefühl. Das ist im übrigen ein Manko an WoW, welches mich immer gestört hat: es gibt unzählige Ansätze für ganz grandiose Geschichten, aber viel zu oft wurden diese nicht genutzt oder nicht zu Ende geführt – ich sage nur die Sense von Elune. Man muss aber auch sagen dass sie das stetig verbessert haben und das auch schon ganz gut hinbekommen.
Das Thema Vollvertonung, Gespräche mit NPCs und Spielergruppen hat großes Potential, spektakulär in die Hose zu gehen. Aber es ist spektakulär umgesetzt. Natürlich gibt es wieder große und kleine Entscheidungen im Spiel, die Einfluss auf die Entwicklung des Charakters nehmen. Wenn man als Spielergruppen in einem Gespräch an einen Entscheidungspunkt gelangt darf erst einmal jeder seine Antwort auswählen. Welche zum Zug kommt, würfelt das Spiel aus – das macht besonders viel Spaß, wenn der moralisch integre und dem Volk der Republik verpflichtete Jedi auf eine Belohnung verzichtet und der creditgierige Schmuggler sich die Haare rauft. Man wird aber nicht zwangsweise zur hellen Seite gezogen, weil man dauernd mit einem Jedi rumrennt und der die Leute verschont, statt sie zu erschießen. Die Grundgesinnung der Antwort, die man gewählt hat, hat Auswirkungen – unabhängig vom Wurfelergebnis.
Was mir auch ganz viel Spaß macht ist das Crafting-System. Welches völlig unnütz ist (dazu später mehr). Aber es macht Spaß und ist toll gelöst. Man hat kein lästiges Rohstoffgesuche mehr. Die NPC-Begleiter, von denen man im Laufe des Spiels bis zu fünf aufgabelt, beauftragt man mit der Suche nach Rohstoffen, dem absolvieren von Missionen für besonders seltene Materialien und dem Herstellen von Gegenständen. Das Sammeln von Rohstoffen in der Spielwelt ist möglich, spielt aber eine untergeordnete Rolle. Man versenkt zwar eine Unmenge an Credits, aber es läuft nebenher. Wenn es jetzt nur einigermaßen brauchbar… naja, was soll’s.
Apropos NPC-Begleiter. Man gabelt wie gesagt bis zu fünf auf – alle mit ihrem eigenen Charakter, ihren eigenen Geschichten. Das ist ein wichtiges Element im Spiel – man hat Heiler-, Tank-, oder DD-Begleiter (DD = Damage Dealer). Dies ermöglicht sowohl ein sehr gutes Solo-Spiel, als auch das absolvieren von schwierigeren Missionen mit mal einem Spieler weniger als gedacht. Aktuell muss ich aber sagen, dass die Heiler-Begleiter mit Abstand am nützlichsten sind, sofern man nicht selbst eine Heilerklasse spielt.
Die Grafik, das Kampfsystem und die Gestaltung des Rests sind in vielen Punkten “Mainstream” und somit okay. Hätte schlimmer kommen können, dürfte aber gerne auch besser sein.
Mal weniger…
Wo soll man anfangen. Der Start war eigentlich problemlos – ich war echt überrascht. Seitdem trifft man aber immer wieder auf Bugs, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Da können Leute aus unerfindlichen Gründen von jetzt auf nachher nicht mehr spielen, die Framerate ist im Keller, das Spiel stürzt ab und keiner kann helfen. Ich habe selten ein Spiel gesehen, dem man so anmerkt, dass es unbedingt zu diesem Termin erscheinen musste.
Das fällt vor allem zum “Ende” hin auf. Weil womöglich Zeit und Geld für die Vertonung ausgingen, trifft man immer mehr Aliens, die 08/15-Quests verteilen und das mit den immer gleichen Satzphrasen untermalen. Twi’lek-Frauen sind mir diesbezüglich mittlerweile ein echtes Greuel. Ein absoluter Tiefpunkt ist da für mich auf Republik-Seite der Planet Balmorra – der direkt auf Alderaan folgt, was eigentlich der Höhepunkt schlechthin ist, was Geschichte und Quests angeht. Aber das “Ende” von Alderaan kündigt den Qualitätsverlust schon an.
Einige Planeten sind also irgendwie “hingeschludert”. Man wird dann von Planeten wie Tatooine, Alderaan und Hoth aber mehr als entschädigt – immerhin.
Überhaupt die Vertonung. Gegen später wiederholen sich Satzphrasen und man kriegt von Aliens ein Medley aus 10 Sätzen vorgespielt. Das ist vor allem dann lästig, wenn man zweimal hintereinander den gleichen Kauderwelsch kriegt – der völlig unterschiedliche Sätze meint. Es nervt so sehr, das ich es überspringe und die Sätze im Chatfenster mitlese.
Crafting. Es ist toll gemacht. Es ist total nutzlos. Außer eventuell Biotechnik, mit welcher man zumindest unverbrauchbare Medipacks für den Biotechniker selbst herstellen kann, gibt es eigentlich nichts mit Sinn. Man kriegt immer bessere Ausrüstung schneller und vor allem günstiger, als man es mit Crafting je bekäme. Sehr frustrierend und sehr schade!
Der Raumkampf macht mir auch viel Spaß – aber ist eigentlich nur ein repetiver Tunnel-Shooter ohne wirklichen Nutzen. Er bringt Geld und Erfahrungspunkte. Das war es auch schon. Das hatte Star Wars Galaxies viel besser gemacht. Zwar hatte es auch keine direkte Einbindung in Questreihen (sowas gab es dort eh nicht), aber es war halt ein richtig gutes Multiplayer-X-Wing.
Das UI ist ein Witz! Nicht skalierter, maximal zwei Fenster gleichzeitig offen, dauernd ist irgendwas im Weg, es gibt kein Kampflog – wer auch immer das freigegeben hat, er gehört gesteinigt. Der muss doch jeden Abend im Bett liegen und sich in den Schlaf schämen. Richtig toll: man schreibt eine In-Game-Mail und hat sein Inventar offen, weil man was verschicken will. Dann kommt ein NPC von einer Mission zurück, das Lootfenster geht auf und schwups – die Mail ist weg. Unwiederbringlich, alles neu schreiben. Welcher Versager verantwortet sowas?
Ach, die Fenster lassen sich auch nicht verschieben. Man kann regelmäßig kotzen.
Abwarten…
Es gibt wirklich noch viel zu tun bei SWTOR. Es ist ein tolles Spiel mit vielen Baustellen. Aber MMOs entwickeln sich mit der Zeit und WoW heute ist auch um Welten besser als WoW 2005.
Es ist halt der Maßstab und Vergleich und ich hoffe, das SWTOR nicht vor Angleichung an seinen Mängeln zu Gründe geht. Weil eigentlich ist es grandios – und es hat WoW bei mir abgelöst.
Gutes Jahr
30. Januar 2012Also vorab sei gesagt: Gejammer läuft bei mir auf verdammt hohem Niveau ab. Wenn ich jetzt also schreibe, dass 2011 nach langem mal wieder so ein richtig rundum gutes Jahr war, dann ist das immer im Verhältnis zu sehen. Mag ich meine vorherigen Jahre in Teilbereichen oder manchmal auch Gänzlich als Jahre zum Davonlaufen charakterisieren, so geht es dabei eigentlich nie um existenzielles. Ich hatte Zeitlebens immer ein Dach auf dem Kopf. Immer genug zu essen. Meistens war ich gesundheitlich in einem passablen bis gutem Zustand. Mit anderen Worten: meine Existenz war nie bedroht. Ich fühle mich immer wieder mal befleißigt, dass zu betonen. Im Zuge meines Jobs komme ich immer wieder mit Schicksalen in Kontakt – sei es nun direkt oder indirekt über Dritte – die einem klar machen, dass man es doch sehr gut hat. Es wird mich nicht vom jammern abhalten, wenn es mir im Rahmen meiner Wahrnehmung schlecht geht. Es wird aber wohl beeinflussen, wie ausgeprägt das Jammern ausfällt.
2011 war, nach langem, mal wieder so ein richtig rundum gutes Jahr für mich. Es hat leider nicht so schön begonnen, rein Nachrichtentechnisch aus dem Freundeskreis, aber mein ganz persönlicher Ausblick auf das Jahr war einfach schon gut. Ich habe im April eine völlig neue Stelle angetreten und bin nun als Fachkraft für Arbeitssicherheit und als Umweltmanagementbeauftragter tätig – und das auch noch so, dass es die Geschicke eines ganzen Unternehmens in diesem Bereich beeinflusst. Auf diesen Jobwechsel habe ich mich riesig gefreut. Das hatte zwei Gründe: auf meiner alten Stelle war ich nicht mehr glücklich und meine neue Stelle bietet einfach gute Perspektiven.
Wieso ich auf der alten Stelle nicht mehr glücklich war, darauf will ich – zumindest im Moment noch – nicht eingehen. Auf die Perspektiven der neuen Stelle aber sehr wohl.
Mit Perspektive ist nicht gemeint, dass ich in wenigen Jahren die Weltherrschaft an mich reißen werde. Aber die Tätigkeit im Bereich Arbeitssicherheit und zum Teil auch im Bereich Umweltmanagement bietet die Chance, wirklich etwas zu bewegen. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass es Gesetze gibt, die einzuhalten sind und man alleine schon mit den Paragraphen ein gewaltiges Argument in der Hinterhand hat. Zum anderen aber auch daran, dass die Gesundheit der Mitarbeiter und das Wohl unserer Umwelt bei der Geschäftsführung meines Arbeitgebers einen signifikanten Stellenwert besitzt.
Das erleichtert die Arbeit ungemein, heißt aber natürlich nicht, dass man einfach mit den Fingern schippt und schon wird jeder auf Samt gebettet – oder in diesem Fall: auf einem ergonomisch perfekten Arbeitsstuhl. Man muss natürlich mit Argumenten überzeugen. Die Herausforderung besteht dabei für mich darin, nicht das “wir haben hier ein Gesetz”-Argument zu bringen, sondern vielmehr von den Vorteilen eines Wegs zu überzeugen.
Meine Arbeit hilft Mitarbeitern, auch wenn es nicht immer einfach ist, ihren Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden. Alleine für >700 Mitarbeiter – das ist nicht leicht. Es gab da auch schon Kritik, dass ich hier und dort ja gar nichts tun würde. Aber damit muss ich umgehen lernen, was auch eine der Herausforderungen dieses Jobs ist, die mir Spaß machen.
Dem Gegenüber stehen natürlich die Wünsche und Anforderungen der Geschäftsleitung und der Führungskräfte, die Arbeitssicherheit und Umweltschutz sehr wohl unterstützen und leben – sicherlich auch der Eine mehr und der Andere weniger -, es soll aber bitte wenig Aufwand bereiten. Das unter einen Hut zu bringen und für alle ein guter Dienstleister zu sein, das finde ich ein schönes Ziel. Tja – und dann für quasi ein ganzes Unternehmen den Arbeitssicherheits- und Umweltmanagement-Weg zu gestalten, das ist natürlich auch ein ganz grandioser Part. All das ist aber auch nur deshalb in der Form erfüllend – zumindest bisher – weil ich einen Chef habe, der diese Sachen auch Ernst nimmt, lebt und mir die Chance gibt, gestalterisch tätig zu werden.
Mit anderen Worten: ich habe zur Zeit einen geilen Job. Er macht mir viel Spaß. Ich arbeite deshalb zur Zeit wahnsinnig viel, aber ich empfinde es nicht als “Last”. Es ist vielmehr befriedigend, das man für den Tag wieder das mögliche getan hat, um seinen Aufgaben gerecht zu werden.
Privat sehr einschneidend – und jetzt bitte nicht lachen – ist die Tatsache, dass ich meine Wohnung renoviert habe. Sie ist jetzt so, wie ich sie mir Wünsche. Okay – an einigen Punkten muss ich noch investieren. Aber insgesamt ist sie einfach schön, heimlich und sagt – nach 9 Jahren!! – endlich: hier wohnt Michael Klein. Das war auch quasi durchweg der Tenor der Leute, die mich besucht haben: jepp, diese Wohnung passt perfekt zu Dir.
Dass der “alte Zustand” so eine immense Last war, war mir gar nicht klar. Das wurde mir erst bewusst als ich die Renovierung und Neueinrichtung hinter mir hatte.
Insofern ist das halt ein grandioser Zustand. Ich freue mich darauf, zur Arbeit zu gehen. Ich freue mich darauf, heimzukommen. Ich lade gerne Leute in meine Wohnung ein. Ich fühle mich ausgeglichener und insgesamt mehr mit mir im Reinen. Juchuu
Mein Gamer-Jahr 2011
31. Dezember 2011Auf das Gamer-Jahr 2011 habe ich mich – wie schon 2009 auf 2010 – ziemlich gefreut. Mass Effect 2, Dragon Age 2 (DA2), Portal 2, Batman: Arkham City, The Elder Scrolls 5 – Skyrim, Star Wars The Old Republic (SWTOR). So einen richtig schlimmen Reinfall habe ich dieses Jahr nicht dabei gehabt und manches konnte ich auch noch nicht bewerten, denn die Liste der noch zu spielenden Spiele ist lang und SWTOR verhindert derzeit auch weiteres abarbeiten.
Aus dem Jahr 2010 hat mich weiterhin Gran Turismo 5 gefesselt und es zieht mich auch immer wieder in seinen Bann. Gerade nach dem Spec 2-Update hat das Spiel nochmal dazugewonnen. Auch zu erwähnen ist an dieser Stelle Civilization V, welches ja auch schon im Jahr 2010 erschienen ist. Ich kam aber erst dieses Jahr wirklich dazu, es zu spielen und ich muss sagen: es macht wahnsinnig viel Spaß. Zwar fehlt mir der Aspekt der Religionen, aber insgesamt ist es ein sehr stimmiges Spiel in welches ich viele Stunden versenkt habe.
Naja, geht so!
Dragon Age 2 ist an für sich kein schlechtes Spiel. Es hat halt ein Problem: den Vorgänger. Dragon Age: Origins (DA:O) hat die Messlatte für die DA-Reihe hoch aufgehängt. An dieser ist Bioware in meinen Augen dann aber recht kläglich gescheitert. Die Story ist toll, es gibt wieder interessante Charaktere, eine gute Einbindung in die Geschichte und schön gemachte Gespräche und Zwischensequenzen. Jedoch ist die Story weit weniger packend wie jene von DA:O, die Charaktere haben zum Teil weniger Ecken/Kanten/Tiefe, die Welt ist nicht frei begehbar. Außerdem ist die deutlich actionlastigere Spielmechanik und Steuerung - ein Zugeständnis an die Konsolenkunden – wirklich ein Flop der mich viel Spielspaß gekostet hat. Sehr schade, aber Bioware hat wohl gelernt – und gelobt für Dragon Age 3 Besserung.
Der Überflieger
Mass Effect 2. Ich habe kein anderes Spiel je so oft innerhalb von einem Jahr durchgespielt, um die vielen Aspekte und Möglichkeiten der Story zu erleben. Das Spiel ist als Ganzes stimmig, die Story ist grandios und setzt Mass Effect 1 hervorragend fort. Man merkt – sofern man einen Spielstand aus ME1 importiert – regelmäßig, dass die Entscheidungen aus dem ersten Teil Auswirkungen auf die Story haben werden, was man dann wiederum in Mass Effect 3 erleben darf. Neue Charaktere wurden Teil des Spiels, allesamt genauso stimmig wie die Charaktere aus dem ersten Teil. Beim ersten durchspielen war ich stetig von dem Willen angetrieben, herauszufinden wie es denn nun weitergeht.
Die Spielmechanik wurde auch angepasst – auch hier ein Zugeständnis an die Konsolen. Aber im Gegensatz zu DA2 wurde das nicht gänzlich in den Sand gesetzt, vielmehr machen die eigentlichen Spielsequenzen sogar mehr Spaß. Lediglich die extreme Reduktion der Rollenspielelemente wie der Charakterentwicklung trüben das Bild. Jedoch wurde für Mass Effect 3 Besserung gelobt. Im März 2012 geht es weiter und ich kann es kaum erwarten!
Andere tolle Spiele
The Elder Scrolls 5 – Skyrim ist ein würdiger Nachfolger von TES 4 – Oblivion. Wieder eine offene Spielwelt mit schöner Grafik und eine tolle Story. Die offene Spielwelt ist sehr beeindruckend und ich war – wie auch schon in Oblivion, Fallout 3 und Fallout: New Vegas – von den Möglichkeiten überwältigt und sogar ein bisschen eingeschüchtert. Man weiß am Anfang einfach gar nicht wo anfangen und wo aufhören. Dieses Gefühl, in einer großen Welt eben ein Rädchen zu sein, dass mit etwas Glück eine entscheidende Rollen spielen kann, bringt Bethesda einfach super rüber. Sie sollten sich allerdings bei Bioware abschauen, wie man Charakteren mehr tiefe verleiht und die Story rüberbringt. Da hat Bioware einen deutlichen Vorsprung, insbesondere im Bereich “wichtige Entscheidungen” und “emotionale Beziehung zum Charakter”.
Bioware wiederum sollte sich anschauen, wie man ein ordentliches Rollenspiel auf die Beine stellt, das trotzdem lässig von der Hand geht. Nur lasst um auf jeden Fall das Fähigkeiten-System links liegen – das Interface ist ein unübersichtliches Ehlend.
SWTOR spiele ich jetzt seit dem 13.12. und mag mich daher noch gar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß. Bioware hat es geschafft, ihre grandiosen Fähigkeiten im Bereich “Charaktere erschaffen, Stories erschaffen und erzählen” in ein MMO übersetzt. Dieses MMO hat wiederum viel gutes von WoW übernommen, was den Einstieg leicht macht. Wieso auch das Rad neu erfinden, wenn Blizzard mehr oder weniger den Stein der Weißen da schon gefunden hat. Jedoch macht WoW – insbesondere aufgrund von 6 Jahren Erfahrungsvorsprung – gerade in Sachen Spielmechanik und UI vieles besser. Hier muss SWTOR unbedingt aufholen.
Ganz grandios ist das Begleiter- und das Crafting-System. Die NPC-Begleiter haben nahezu die gleiche Qualität wie jene aus den Single-Player-Spielen und stellen noch dazu eine effektive Hilfe für den Spieler da, nicht nur ein Anhängsel das hoffentlich keine Gegner anlockt. Das Crafting-System macht vieles komplett anders – und das in meinen Augen besser. Kein sinnloses Rohstoffe suchen mehr, dafür hat man seine “Lakaien”.
Dazu dann noch die Vollvertonung mit (in der englischen Variante) hervorragenden Synchronsprechern. Wer allerdings einmal die gleiche Szene auf Englisch und auf Deutsch erlebt hat, wird wohl bei Englisch bleiben – da liegen qualitativ Welten dazwischen!
Man wird sehen, wie sich das Spiel dann im High-End-Bereich schlägt. Hier muss sich zeigen wie sich der Druck, neue und in sich stimmige Storylines mit guter Vertonung zu schaffen, auf die Qualität des Spiels auswirken wird.
Batman: Arkham City konnte ich ebensowenig anspielen wie Shift 2. Das muss bis 2012 warten.
Honorable Mentions
Assassin’s Creed 2, Assassin’s Creed: Brotherhood, Assassin’s Creed 2: Revelations. Grandiose Story und obwohl es die immer gleiche Spielmechanik ist, macht das Spiel unheimlich viel Spaß und die Story wird – wenngleich vollständig anders als in den Bioware-Spielen, weil fix gescripted – hervorragend erzählt.
Civilization V ist ein grandioser Nachfolger von Civilization IV, der mich noch viele Stunden kosten wird.
Star Craft II – Wings of Liberty ist grandios und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Die Qualität der englischen Originalvertonung vieler Spiele ist absolut grandios und insgesamt sind die Stories vieler Spiele stimmiger und packender.
Fuck-up des Jahres
Sony und das Ehlend mit dem gehackten Playstation Network. WTF?!? Wie kann man eigentlich so dilettantisch sein? Sowohl im Vorfeld, als auch im Umgang mit der Krise war das ein totaler Absturz.
Zum Abschluss freue ich mich auf das neue Spiele-Jahr. Das beginnt erstmal, wie das alte endet: mit SWTOR. Mass Effect 2 ist ebenso angekündigt wie ein Dragon Age 3. Star Craft II – Heart of the Swarm ist am Horizont und wohl der Abschluss der Assassin’s Creed-Serie. Man darf gespannt sein!
Inszenierte Trauer…
20. Dezember 2011Der Tod eines Menschen, unabhängig davon was dieser Mensch zu Lebzeiten verbrochen hat, ist nichts über das man sich lustig machen sollte. Zumindest wenn man sich zu jenen Menschen zählen will, die ein gewisses Maß an Erziehung genossen haben. Es wird aber schwer, nicht zu lachen, wenn man die Inszenierung betrachtet, mit welcher das Nordkoreanische Volk den Verlust ihres “geliebten Staatsoberhaupts” betrauert:
Ab 17 Sekunden…
Schneecup 2011/2012: FC Häuserweg 15 1, Rest 0
20. Dezember 2011YES! STRIKE! 1:0 Führung um 7:36 Uhr durch den Spieler Michael Klein. Wunderschöne Technik beim Treppe räumen und dann zielstrebig den Fußweg bis zur Straße unter widrigen Bedingungen freigeschippt!
Der Schnee ist da. Wie jedes Jahr wird jetzt ein täglicher Kampf um den besten Schipper ausgesprochen. Ich vermute meine Nachbarn gegenüber haben die Pinsel schon wieder vorbereitet, um auch ja die letzte Schneeflocke aus den Fugen der teilweise gepflasterten Einfahrt zu putzen. Aber: sie haben allesamt versagt, denn ich war heute der erste. In den 9 Jahren, die ich mittlerweile hier wohne, ist es das erste Mal das wir zuerst freigeschippt haben! Da habe ich es den militanten Schwaben hier mal so richtig gezeigt!
In dem Zusammenhang will ich einen Text nicht vorenthalten, den ich am 27.12.2005 in unser altes WoW-Forum gepostet hatte:
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